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Grosse Entdeckungsreise Rajasthan
Delhi-Mandawa-Bikaner-Jaisalmer-Jodhpur-Ranakpur-(Jhadol Safari Lodge)-Udaipur-Pushkar-Jaipur-Agra-Delhi (21 Tage)
 
 

Grosse Entdeckungsreise Rajasthan

   
1. Tag - Delhi - Ankunft Delhi / Besichtigung von Old Delhi  
Begrüßung am Flughafen durch Ihren örtlichen Reiseleiter. Fahrt ins Hotel. Zeit zum Ausruhen und Frischmachen.
Danach erste Erkundungen der indischen Wirklichkeit: mit der Rikscha geht es zur Jama Masjid, der größten Moschee Indiens. Gleich daneben liegt die Altstadt mit seinen lebhaften Gassen, bunten Märkten und seiner Dichte an kleinen Tempeln. Besuch eines Jaintempels mit einem Vogelkrankenhaus, Ausdruck umfassenden Engagements für alle Wesen. 2 Nächte in einem 4* Hotel mit Garten und Pool (F)
 
2. Tag - Delhi - Besichtigung von New Delhi
Rundfahrt durch Neu-Delhi, das von den britischen Kolonialherren angelegt wurde und durch seine breiten Alleen, vornehmen Regierungsgebäude und schönen Gartenanlagen sich deutlich von Old Delhi absetzt. Hier im Süden liegen aber auch wichtige historische Bauwerke wie die erhabene Siegessäule Qutab Minar aus den Anfängen der mos-lemischen Herrschaft; das Grabmal des Herrschers Humayun, umgeben vom ältesten erhaltenen Garten der Stadt; der Schrein des Sufi-Heiligen Nizamuddin Chishti, versteckt in einer kleinen Straße, wo jeden Donnerstag bei Sonnenuntergang alte Sufi-Gesänge (qawwali) zu seinen Ehren erklingen; der Lodi-Garten mit jahrhunderte alten Bäumen, seltenen Pflanzen und wunderschönen Gräbern der Sayyiden- und Lodi-Herrscher, die maßgebend für die Architektur des Taj Mahals waren. Die englischen Kolonialherren bauten Anfang des 20.Jh. einen typischen englischen Landschaftsgarten um die rund 500 Jahre alten Denkmäler herum.
   
3. Tag - Aufbruch ins Shekawati Gebiet nach Mandawa /ca. 250km  
Aufbruch ins Shekawati-Gebiet, dessen Ortschaften bedeutende Handelsposten an den Karawanenrouten waren. Hier wurde mit Gewürzen, Salz, Edelsteinen, Seidenstoffen und Teppichen gehandelt. Als Zeichen ihres Wohlstandes ließen die Kaufmannsfamilien sog. havelis (Patrizierhäuser) die Innen- und Außenfassaden ihrer havelis mit Szenen aus dem täglichen Leben, mit Göttern und Tieren bemalen. Denn es war ungeschriebenes Gesetz, wonach die Häuser der Bürger nicht prunkvoller sein durften als die der Maharajas.
Am Nachmittag Streifzug durch den Marktflecken Mandawa mit seinen havelis.
1 Übernachtung in einem eindrucksvollen Kaufmannshaus (F/A)
 
4./5. Tag - Bikaner / ca. 190km
Weiterreise durch das ländliche Shekawati nach Bikaner. Als nach der Gründung von Jodhpur unter den Nachfolgern Streitigkeiten über das Erbe ausbrachen, entschloss sich einer der Söhne, Rao Bika, 1465 sich ein neues Reich weiter im Norden zu schaffen. So gründete er 1488 nach zahlreichen Auseinandersetzungen mit umliegenden Stämmen die Lehmfestung Bikaner im Herzen der Wüste Thar. Durch die Kontrolle der Handelsroute zwischen Hindustan (Indien) und Afghanistan erlangte die Stadt beträchtlichen Reichtum, durch geschickte Kriegsführung hatte Rao Bika am Ende seines Lebens mehr als 3000 Dörfer unter seine Herrschaft gebracht. Unter Raj Singh, seinem Nachfolger, wurde das Lehmfort in eine gewaltige Festung umgebaut, schöne Paläste, reich verzierte Holzhäuser und Tiefenbrunnen angelegt. Es kamen Dichter, Künstler und eine wohlhabende Jain-Gemeinde in die Stadt.
Heute vermittelt die Altstadt mit ihren mächtigen Stadttoren und historischen Bauwerken das Bild einer mittelalterlichen Wüstenmetropole, zumal Lastkamele nach wie vor das Straßenbild bestimmen. In den Basaren am Kote-Tor herrscht lebhafte Geschäftigkeit, Kamelkarren, Autos und Fahrradfahrern suchen ihren Weg, Frauen in farbenprächtigen lehenga-cholis (weite Röcke mit bauchfreien Blusen) und bis über beide Ellbogen mit Silberreifen geschmückt, Männer mit gewichtiger Miene, mit Turbanen und Goldohrringen schreiten in die kühlen Läden, in denen die Kaufleute mit gekreuzten Beinen auf weichen Kissen sitzen. Die Auslagen sind prall gefüllt mit technischen Geräten, Stoffen, Goldschmuck, Früchten und Gemüse; dazwischen Jungen, die Eis verkaufen oder lassen Drachen fliegen lassen, mit Tonkrügen beladene Esel, Straßenverkäufer, die lauthals ihre Ware anpreise, umherstreunende Kühe…

Nachmittags Streifzug durch die Altstadt mit prächtigen Havelis, die eine gewagte Mischung aus einheimischer Sandsteinarchitektur und britischen Stadtbauten der Jahrhundertwende aus rotem Ziegelstein darstellen, Besichtigung des Junagarh Forts, in der Besucher einen Teil der mehr als 30 Paläste, Tempel und Pavillons bewundern können. Ein Glanzstück ist der Saal der Privataudienz im 17.Jh. entstand, fantastische dekoriert aus Spiegeln, Einlegearbeiten und Malereien in Gold. Für die Innenausstattung griffen die Herrscher bevorzugt auf fremde Künstler zurück: für Lackarbeiten kamen Spezialisten aus Multan (heutiges Pakistan), für Einlegearbeiten Handwerker aus Amber bei Jaipur. Ein schönes Beispiel für den indosaraszenischen Stil ist der Lalgarh Palast, der von dem Engländer Samuel Swinton Jacob (1896) für Maharaja Ganga Singh entworfen wurde und etwas außerhalb der Stadt liegt. Ein Teil wird noch heute von den Nachkommen bewohnt, ein Teil ist Museum und ein weiterer Teil Hotel. Von weiterem Interesse ist das Ganga Golden Jubilee Museum mit einer kleinen Sammlung an Terrakotta-Figuren aus der Gupta-Zeit, Miniaturen und Textilien aus der Mogul-Periode und einer Abteilung mit Kunsthandwerk aus der Region; die Jain-Tempel zweier Kaufmannsbrüder, die zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken Bikaners gehören und die durch ihren Detailreichtum überzeugen sowie die Ehrengrabmäler Devi Kund und Sagar der Herrscher von Bikaner mit verspielten Kuppeldächern aus Ziegeln, Sandstein und Marmor. 1 Übernachtung

Wüstenfest in Bikaner: Mitte/Ende Januar
zu dem die Rajputen von weit her aus ihren Dörfern kommen um Handel zu treiben und sich zu amüsieren - ein exotisches Völkergemisch mit leuchtenden Turbanen und bunten Saris. Es wird gefeiert mit traditionellen Feuertänzen, Gesängen sowie Kamel- und Pferderennen.

 
6. Tag - Bikaner -Jaisalmer / ca. 330km
Ein langer Fahrttag steht an. Es geht nach Jaisalmer, das ganz im Nordwesten Rajasthans unweit der Grenze zu Pakistan liegt. Der Bhatti-Prinz Rawa Jaisal Singh gründete 1156 mitten in der Wüste Thar die "Oase von Jaisal". Die auf einem hohen Berg erbaute und mit einer Mauer geschützte Stadt hielt allen Angriffen statt und so kann man sich bis heute ins mittelalterliche Afghanistan versetzt fühlen. Zum großen Wohlstand von Jaisalmer führte die günstige Lage an der Karawanenstrasse nach Pakistan und Afghanistan. Die Kaufmannsleute verdienten so viel Geld, dass sie auch hier wunder-schöne Havelis mit kunstvoll verzierten Balkonen und bemalten Fassaden bauen ließen, und die Strahlen der untergehenden Sonnen setzen die Bauten aus gelbem Sandstein der Region in ein goldenes Licht. Niemand, der die lange Anreise nach Jaisalmer auf sich nimmt, reist enttäuscht wieder ab. 3 Übernachtungen in einem Heritage Haveli
 
7./8. Tag - Jaisalmer und Umgebung
Vormittags Besichtigungen in der Altstadt mit seinem Gewirr aus Straßen und Gassen, mit dem massiven Fort, das sich über der Stadt erhebt und eine Reihe von eindrucks-vollen Toren aufweist, mit seinen schönen havelis. Der Nachmittag steht für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung.

Am nächsten Tag Erkundungen in der Umgebung von Jaisalmer, die ebenso reizvoll wie interessant ist. Hier stehen verschiedene Alternativen zur Auswahl:

  • Khuri, das ca. 50km südwestlich von Jaisalmer, dicht an der Grenze zu Pakistan.
    Eine einsame Straße führt durch den Desert National Park, eine Landschaft mit weichen, goldenen Sanddünen, einzelnen Tafelbergen und einer Bergkette am Horizont. Khuri selbst ist ein friedlicher Ort, dessen Rundhäuser aus Lehm und Stroh errichtet werden. Rauch steigt auf, Frauen in traditioneller Kleidung fegen den gestampften Lehmboden ihrer Wohnhöfe, Kamele und Hunde dösen auf der sandigen Dorfstrasse, Pfaue ziehen stolz ihres Weges als wäre ihnen bewusst, dass sie als heilig verehrt werden. Hier leben die Menschen wie vor Jahrhunderten ihre Bräuche und Sitten. Ein Stück unverfälschtes Rajasthan.
  • Lodurva, ca. 20km nordwestlich der Stadt, ist eine verlassene Ruine der früheren Hauptstadt, die später von Jaisalmer abgelöst wurde. Die Bhattis, die hier herrschten, bauten nach der Zerstörung einen Tempel, der im 15.Jh. erweitert und im 17.Jh. mit einer Ummauerung versehen wurde. Der Architekturstil des Unterbaus ist südindisch, der Oberbau indoarisch. Exquisite Skulpturen ähneln denen von Ajanta und Ellora, wunderbare Steinfenster, Deckenreliefs, Elefanten-figuren erinnern an prachtvolle Tage. Auf dem Gelände des Jain-Tempels steht ein Kalptaru, ein "Heiliger Baum" der Erleuchtung, unter dem die Jains ihren Gott um Erfüllung ihrer Wünsche bitten. Lodurva ist einer der bekanntesten Orte für die rajputischer Volksliedern und Bräuche und ein bekannter Pilgerort der Jain.
  • Bada Bagh, eine fruchtbare Oase im Norden von Jaisalmer mit einem riesigen alten Staudamm. Ein großer Teil des Gemüses und Obstes für die Stadt wird hier angebaut. Oberhalb der Plantagen liegen die Ehrengrabmäler der Herrscher von Jaisalmer, die Decken sind mit sehenswerten Schnitzereien versehen. Bada Bagh ist genau der richtige Ort für Fotos vom Sonnenuntergang in Rosa-Safran über Jaisalmer.
  • Verlassene Dörfer der Paliwal-Brahmanen Sie galten als erfolgreiche und geschickte Bauern, die mit aufwendigen Bewässerungsmethoden der Wüste einen hohen Ertrag abzugewinnen verstanden. Im frühen 19.Jh, sahen sie sich jedoch gezwungen, die Gebiete um Jaisalmer zu verlassen, denn die hohen Steuer-forderungen, die ihnen Mool Raja Diwan Salim Singh auferlegte, hatten sie ruiniert. Im Distrikt sollen noch ca. 84 solch verlassener Dörfer erhalten sein. Einige wie z.B. Kuldhara strahlen auch heute noch eine gewisse unverwüstliche Pracht aus. In den Strahlen der aufgehenden Sonne leuchten die gelben Steinruinen in all ihrer einstigen Herrlichkeit, der zerstörenden Witterung und der Zeit zum Trotz. Die wilde Landschaft unterstreicht die Großartigkeit des Ortes.
9. Tag - Jaisalmer-Jodhpur / ca. 295km

Weiterfahrt durch die Wüste Thar, vorbei an Sanddünen und kleinen Dörfern, die von kärglicher Landwirtschaft ihr Dasein fristen. Unterwegs Halt im Oasenstädtchen Osian. Besichtigung der wunderbaren Jain-Tempeln, deren Skulpturen es mit denen am Sonnentempel von Konark und Hoysala aufnehmen können. Nach Ankunft in Jodhpur kleiner Erkundungsgang rund um den Uhrturm, von dem die engen Gassen zu den verschiedenen Basaren führen. Probieren Sie Jodhpurs Köstlichkeiten, die feinen jalebis (Süßigkeiten), mawe ki kachori (Mürbteiggebäck) und Mango-Lassi.
1 Übernachtung in einem gemütlichen Bungalow-Hotel mit Garten und Pool

 
10. Tag - Jodhpur -Ranakpur / 180km

Morgens Besuch des Clock-Tower-Marktes, auf dem Gewürze, Tee, Gemüse und vieles mehr erstanden werden kann. Von dort geht es hinauf zum majestätischen Meherangarh-Fort. Aus den Häusern tief unten dringen die Stimmen nach oben, die vielen blauen Häuser geben zu erkennen, dass ihre Besitzer Brahmanen sind. Innerhalb des Forts, das noch immer dem Maharaja von Jodhpur gehört, durchstreifen Sie Paläste, verwinkelt angelegten Innenhöfe, reich verzierte Räume. Im Juwelenhaus werden Kostbarkeiten der Maharajas gezeigt und eine sehenswerte Sammlung von Miniaturmalereien verschiedener Stilrichtungen.
Anschließend Weiterreise zu den Tempeln von Ranakpur, architektonischer Höhepunkte der Region. Hier, am Fuße der Aravalli-Berge inmitten einer ländlichen, grünen Idylle ließ die Jain-Gemeinde im 15. Jh. filigranste Säulenhallen aus rosafarbenem und weißem Marmor erbauen. Ungebrochene Reinheit, raffinierte Kunstfertigkeit und faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten verbinden sich, laden zum Bleiben und Meditieren ein.
1 Übernachtung in ländlicher Umgebung in einem kleinen Cottage-Hotel (F/A)

Option für Naturfreunde: 2-3 Tage im Jhadol Safari Resort ca. 50km südlich von Udaipur.

Inmitten sanfter Hügel und grüner Wälder mit einer reichen Vogelwelt befindet sich das Resort mit nur 4 Zimmern direkt an den Ufern eines wunderschönen Sees.
Nach all den Wüsten, dem Staub und lebhaften Städten eine Erholung für das Auge und die Sinne.
Auf dem Weg nach Jhadol passiert man kleine Dörfer und Siedlungen der Bhil, eine stolze und ethnisch sehr alte Gruppierung der Adavasi. Ursprünglich Nomaden und Jäger leben sie heute in ca. 2000 Dörfern in einer für sie lebensfeindlichen Um-gebung mit marginaler Landwirtschaft. Eine tragfähige Existenzgrundlage mit Rücksicht auf ihre traditionelle Lebensweise zeigt sich nicht. Die Bhil besitzen ein reiches mündlich überliefertes Erbe an Schöpfungsgeschichten, Liedern und Geschichten, ihr Sein ver-danken sie der Natur, die sie schützen und achten - ganz im Gegensatz zum modernen Menschen, der versucht die Natur seinen Zielen unterzuordnen und sich gravierenden Umweltproblemen gegenüber sieht.

Die Lodge bietet Wanderungen, Ausflüge mit dem Jeep in die Dörfer und zu wunderschönen, einsam gelegenen Hindu - und Jaintempel an.

 
11. Tag - Ranakpur - Udaipur / 80 km

Morgens Gelegenheit zu einer kleinen Wanderung vor dem Start in Richtung Udaipur. Diese von Seen umsäumte und von Bergen eingerahmte Stadt zählt zu den schönsten Rajasthans. Mit eindrucksvollen Palastanlagen, grünen Parks und einer verwinkelten Altstadt erfüllen sich hier alle "Klischees", denen eine indische Stadt in unseren Träumen gerecht werden sollte. Am Nachmittag Rikscha-Fahrt zu den bezaubernden "Gärten der Hofdamen" mit Brunnen, Marmorelefanten und einem bezaubernden Lotusteich.
3 Übernachtungen in einem Heritage Hotel an den Ufern des Pichola Sees (F)

 
12./13. Tag - Udaipur, die "Weiße Stadt" und seine Umgebung
Udaipur wurde 1568 von Maharana Udai Singh gegründet und sollte allen berühmten architektonischen Monumenten der Moguln mit der Liebe der Rajputen zum Ausge-fallenen und zur Eleganz standhalten können. Die Stadt wurde auch die "Weiße Stadt" genannt, weil keines der alten Hindu-Königreiche höher gestellt war als das Reich der Mewar und somit Udaipur als deren Hauptstadt die reine Farbe für sich beanspruchen durfte. Stadtrundgang durch die verschlungenen Pfade der Altstadt. Durch das Elefantentor gelangen Sie zum Stadtpalast, der hoch über den Ufern des Pichola-Sees thront. Trotz zahlreicher Erweiterungen in verschiedensten Baustilen bietet er ein sehr harmonisches Gesamtbild und von seinen Zinnen eröffnet sich ein wunderbarer Rundblick auf den See und seine weißen Paläste und Häuser. Weiter geht es durch enge Gassen, vorbei an wunderschönen alten Häusern mit großen Holztoren in leuchtend blau oder grün zum Jagdish-Tempel, ein Vishnu-Heiligtum im traditionellen Stil und wichtigster Tempel der Stadt. So es der Wasserstand des Sees erlaubt, ist für den Nachmittag eine romantische Bootsfahrt vorgesehen.

Fest in Udaipur
Lichterfest Diwali im Oktober/November
Gangaur: jedes Jahr im März

In den einzelnen Stadtbezirken finden am Nachmittag kleinen Prozessionen statt, bei denen die oft mannshohen Idole der Gottheiten Gauri und Shiva auf den Köpfen der Frauen zum Gaungaur-Ghat am See getragen werden. Dutzende von prunkvollen Götterbildnissen und Hunderte farbenprächtig gekleideter Frauen treffen hier vor der Traumkulisse des Pichola-Sees zusammen. Viele Frauen haben ihre Hände kunstvoll mit Henna gefärbt, ihre farbenprächtigen mit Gold und Silber durchwirkten Saris erstrahlen im warmen Sonnenlicht. In einer heiteren und anmutigen Atmosphäre führen sie Tänze zu Ehren der Gottheiten auf, vollziehen Pujas und verwöhnen die Idole mit ausgesuchten Aufmerksamkeiten, z.B. duftenden Blüten. All dies vereint sich zu einem schier über-wältigenden Anblick, einem wahren Farbenrausch und Fest für alle Sinne.

 
14. Tag - Udaipur zur freien Verfügung

Empfehlung: Ausflug per Rad nach Eklingji und Nagada; Tagesausflug mit dem Auto zu den unbekannten Jain-Tempeln von Jagat.

 
15. Tag - Aufbruch nach Pushkar / ca. 300km
Wieder ein langer Fahrtag auf lebhafter Nationalstrasse nach Pushkar, einer der heiligsten Stätte der Hindus, die dem Gott Brahma geweiht ist. Die weißen Häuser des friedlichen Ortes sind um einen kleinen See herum gebaut, an dem die Badeghats liegen.
Won weit her kommen die Pilger, um ein rituelle Bad zu nehmen und Brahma zu verehren. Der Brahma-Tempel in Pushkar ist einer von nur Tempeln in ganz Indien, die dieser Gottheit geweiht sind.
Am Nachmittag kleiner Rundgang durch den kleinen Ort.
1 Übernachtung in einem einfachen Hotel mit Blick auf den See (F)

Pushkar Mela im November
Einmal im Jahr zum Vollmond im indischen Monat Kartik (Oktober/November) erwacht der kleine Ort aus seiner Beschaulichkeit und lebhafte Festatmosphäre macht sich breit - es ist Pushkar Mela. Zu dieser Zeit besuchen die Götter Pushkar und so ist es besonders verdienstvoll und segensreich, im heiligen See ein Bad zu nehmen, um sich von allen Sünden zu reinigen. In einem nicht endenden Strom ziehen deshalb Hunderttausende von Pilgern zu den Tempeln und Badeghats, um die vorgeschriebenen Zeremonien vorzunehmen. Die Baderituale erreichen ihren Höhepunkt zur Vollmondnacht "Kartik Purnima", die Zeremonien dauern dann bis zum Morgengrauen an und noch nass schieben und drängen sich die Pilger in endlosen buntfarbigen Reihen zum Brahma-Tempel und den anderen Schreinen, um dort zu beten. Diese Nacht hält aber noch ein ganz spezielles Highlight bereit. Nach der Hektik des Badegeschehens breitet sich nun eine romantische Stimmung über dem See aus, wenn Gläubige Blätterschiffchen mit Blumen und Öllämpchen als Opfer an die Götter auf das Wasser setzen, die dann langsam auf den See treiben. Die Lampen blinken wie Sterne und ihr Licht reflektiert sich vielfach im See. Im Hintergrund schimmert die Kulisse der erleuchteten Tempelghats, die sich schemenhaft an der Uferkante widerspiegeln. Über der Szenerie wölbt sich der klare Sternenhimmel, von dem Millionen Lichter zurückblinken.

 
16. Tag - Pushkar-Jaipur / ca. 140km
Früh an dem noch fahlblauen Morgen entkleiden sich die Frauen auf den weißen Marmortreppen des Tempelteiches, legen ihre gelb-, türkis- und purpurfarbenen Gewänder ab und tauchen ihre dunklen Körper ins algengrüne Wasser. Dann begrüßen sie mit Gebeten die orangerot aufgehende Sonne.

Aufbruch am Morgen in die Stadt Jaipur, deren Gebäude auf Staatserlass rosarot zu streichen sind. Für den Nachmittag ist ein Ausflug nach Amber vorgesehen, das etwas außerhalb von Jaipur liegt. Mit der Sänfte auf dem Rücken eines Elefanten oder zu Fuß geht es gemächlich hinauf zum Palast. Ein mächtiges Eingangsportal führt zur einstigen Audienzhalle mit Säulen, gitterartigen Galerien und zu reich verzierten Innenhöfen. Aus den Fenstern der oberen Zimmerfluchten bietet sich ein herrlicher Blick auf die um-liegenden Hügel und den Palastgarten. Bevor dann Jaipur wieder erreicht ist, lohnt ein Halt bei den Ehrengrabmälern der königlichen Familie und bei dem kleinen Wasserpalast gegenüber. 2 Nächte in einem schönen haveli im traditionellen Rajputen-Stil (F)

 
17. Tag - Jaipur
Die Altstadt wurde 1728 vom Maharaja Jai Singh II. im Schachbrettmuster entworfen und mit einer Wehrmauer umgeben. Die Hauptstrasse Chaura Rasta führt auf den großen Stadtpalast zu, der umgeben ist von unzähligen Basarstrassen und dem ‚Palast der Winde', heute eine pittoreske Kulisse aus Erkern und Balkonen, die nur von einer 25cm dicken Mauer gestützt wird. Der Palast ermöglichte den Hofdamen am Alltagsleben der Stadt teilzunehmen und Prozessionen an Feiertagen beobachten zu können ohne selbst gesehen zu werden. Auch das Observatorium Jantar Mantar gehört zu den Inkunabeln eines Rajasthanaufenthalts. Maharaja Jai Singh II von Jaipur ließ hier wie in sieben anderen Orten Indiens futuristisch anmutende Apparaturen installieren, mit welchen der Gang der Gestirne noch heute präzise verfolgt werden kann. Inspiriert wurden seine ambitionierten Bauvorhaben von der Vorstellung, dass die Ordnung des Kosmos sich in Korrespondenzen zeigt, jeder Ort zum Zentrum des Ganzen werden kann, jede Stadt die Weisheit des großen Zusammenhangs in sich birgt.
Nachmittags Gelegenheit zu einem Bummel durch die bunten Basarstraßen, ein einzigartiges Erlebnis, den Jaipur ist die Metropole des Kunstgewerbes, des Schmucks und der Textilien.

Fest in Jaipur und ganz Indien
Frühlingsfest Holi: 28.02./01.03.

Es ist ein Fest der Freude. Ganz Indien feiert ausgelassen, Jung und Alt, Mann und Frau, Arm und Reich, die sozialen Unterschiede und Barrieren sind für einen Tag außer Kraft gesetzt. Überall herrscht Lachen, die Menschen bewerfen sich mit Pigmentfarben in allen Regenborgenfarben, es werden Freudenfeuer angezündet, das symbolisch alles Böse verbrennen soll und um das die prächtig gekleideten Frauen tanzen.

Gangaur in Jaipur: jedes Jahr im März nach Holi
Das Fest ist der Göttin Gauri gewidmet. Sie hatte sich einst für ihren Gatten Rudra (Shiva) geopfert und wurde in einer neuen Manifestation als Parvati zu seiner Frau. Dieses Idealbild der liebenden Braut, der hingebungsvollen und sich aufopfernden Gattin lebt im Gangaur-Fest weiter. Die beiden Gottheiten werden in einer prächtigen Sänfte
durch die Straßen getragen, begleitet von geschmückten Kamelen und Pferden, kunstvoll bemalten Elefanten und begleitet von Musikern, Tänzern und Festwagen. Frauen mit kostbaren, golddurchwirkten Saris und traditionellem Schmuck führen traditionelle Tänze auf. Kleine Idole von Gauri und Shiva werden unter Zeremonien und Gebeten in den Tempeln und Hausaltären aufgestellt. Oft kann man kleine Gruppen unverheirateter Mädchen beobachten, die sog. Ghudlias auf ihren Köpfen tragen, Tontöpfe mit vielen Löchern, in deren Inneren eine Öllampe brennt. Besonders eindrucksvoll sind die Festlichkeiten in Jaipur, wo der Palast des Maharajas Ausgangpunkt einer prunkvollen Prozession ist.

 
18. Tag - Jaipur-Fatehpur Sikri-Agra
Die letzte Reiseetappe liegt vor Ihnen. Auf dem Weg nach Agra Halt in Fatehpur Sikri, erbaut von Kaiser Akbar im 16.Jh. und für zehn Jahre seine Residenzstadt. Die schlechte Wasserversorgung zwang den Hofstaat jedoch wieder ins Rote Fort nach Agra zurückzu-kehren. Heute ist Fatehpur Sikri die einzige komplett erhaltene Mogulstadt in Indien.
Je nach Ankunft Besichtigung der Grablege Itima-ud-Daulah von Mirza Ghiyas Beg. Die schöne Tochter eines Persers heiratet König Jehangir. Beider Tochter wurde berühmt als Mumtaz Mahal, die im Taj Mahal ihre letzte Ruhestätte fand. Das Grabmal der Mutter war das erste Bauwerk der Mogulzeit, das völlig aus Marmor erschaffen wurde und diente als Vorlage für das Taj Mahal. Eine reine Augenweide sind die filigranen Gitterfenster, durch die das Licht dosiert in das Innere fällt, auf die feinen Motive des Grabmals selbst.
2 Übernachtungen in Agra in einem guten 4* Hotel (F)
 
19. Tag - Agra
Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Im Roten Fort, das 1565 durch Akbar errichtet wurde, sind besonders sehenswert der Palast Jahangirs, die Audienzhalle und die Perlenmoschee. Unweit davon liegt die Altstadt mit engen Gassen und dem lebhaften Marktplatz. Ebenfalls am Westufer des Yamuna gelegen - das unvergleichliche Taj Mahal, ein Bauwerk dessen vollendete Proportionen ein Stück Himmel auf die Erde geholt zu haben scheinen. Die untergehende Sonne taucht die Grablege der Lieblingsfrau des Mogulherrschers Shah Jahan in die unterschiedlichsten Farbtöne
 
20. Tag - Agra-Delhi
Freizeit für persönliche Unternehmungen. Nachmittags Fahrt zurück nach Delhi.
1 Übernachtung (F)
 
21. Tag - Rückflug
Transfer zum Flughafen Delhi.
 
Reisepreis für diese Privatreise auf Anfrage

Beste Reisezeit:
Mitte Oktober bis Mitte März mit Durchschnittstemperaturen von
ca. 20-24°C. Nachts kann es auf ca. 8° C abkühlen.

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