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Eingefaßt von den höchsten Bergen der Welt liegt das
offene Hochland von Tibet. Durchzogen werden die unendlichen Landschaften
von Nomaden mit ihren Schaf- und Yakherden. Ihre traditionelle Lebensweise
in Zelten hat sich über 2000 Jahre kaum verändert. Von
Zeit zu Zeit wandern sie mit getrocknetem Fleisch, Butter, Wolle
und Käse in die Städte und tauschen tsampa, Stoffe und
einfache Geräte ein. Heute siedelt die Mehrheit der Bevölkerung
an der vom Brahmaputra und seinen Nebenflüssen bewässerten
Südhälfte und in der östlichen Provinz Kham. In den
Tälern wächst alles was die Tibeter zum Leben brauchen:
Weizen, Gerste, Gemüse. In den Gehöften wohnen Mensch
und Tiere eng beieinander. Reisig, Holz und getrockneter Yakdung
lagert auf den Flachdächern, Gebetsfahnen wehen im Wind.
In diesen Tälern entstand die tibetische Kultur. Bis zum systematischen
Vernichtungsfeldzug der Chinesen war das Land mit Chörten,
Klöstern und Einsiedeleien unterschiedlichster Größe
übersät. Ihr Einfluß reichte weit über seine
Grenzen hinaus, die Königreiche Bhutan, Nepal, Sikkim und Ladakh
pflegen bis heute tibetisches Geistesgut.
Uns so ist eine Reise durch Tibet eine Reise zu den Hochburgen
des Lamaismus, durch unglaubliche Landschaften, zu Menschen, die
als Nomaden, Bauern und Händler ein einfaches, aber freiheits-liebendes
Leben führen, von dessen Freundlichkeit, Geduld und tiefer
Religiosität jeder Reisende tief beeindruckt ist.
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